Goodbye 2019.

Ein Jahr voller erster Male. Hier ein kurzer Rückblick:

  • Den ersten, richtigen Job nach der Uni begonnen.
  • Die erste, wirklich selbst bezahlte Wohnung.
  • Die erste Versicherung abgeschlossen.
  • Das erste Event begleitet.
  • Die erste Messe begleitet.
  • Den ersten Urlaub mit Freund erlebt.
  • Das erste Mal Trauer gespürt.
  • Das erste Mal den Tod akzeptiert.
  • Das erste Mal wirklich mit Gefühlen auseinander gesetzt.
  • Das erste Mal richtig Liebe gespürt.
  • Die erste Veranstaltung über anderthalb Wochen.
  • Die erste, gemeinsame Wohnung.
  • Das erste Mal Buchmesse.
  • Der erste Rechtsstreit.
  • Der erste Weihnachtsbaum (künstlich).
  • Die ersten gemeinsamen Bilder aufhängen.
  • Das erste Mal zwei Mal Silvester mit ihm.

Das erste Jahr vollkommenes Glück.
Das erste Jahr wirklich Zufriedenheit.
Das erste Jahr voller Sicherheit.
Das erste „perfekte“ Jahr.

So im Großen und Ganzen. Wenn ich auf die vergangenen 365 Tage zurückblicke, dann ist es nicht immer perfekt gewesen – es gab ein paar sehr dunkle Tage und die würde ich nicht wiederholen wollen. Aber zum ersten Mal blicke ich auf ein Jahr zurück, mit dem ich so zufrieden bin. Wenn in den letzten Jahren was schlechtes passiert ist, sei es die misslungene Bachelorarbeit oder dass ich länger studiert habe, oder jede Art von Set Back, dann habe ich immer gesagt, dass das ganze schon seinen Grund habe. Irgendwann, dann habe ich Glück und dann bin ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und alles ergibt einen Sinn. Schicksal quasi. Oder Karma. Oder Göttliche Fügung. Wie auch immer man es nennen mag. Aber genau da bin ich jetzt. Es geht mir so gut wie nie zuvor, ich bin glücklich und zufrieden und möchte absolut gar nichts an der Situation, in der ich bin, gerade ändern.

Danke, 2019. Dass „Nächstes Jahr wird mein Jahr!“ wahr geworden ist. Dass du genau so hervorragend, eigentlich sogar noch besser, endest wie du angefangen hast.
2020 kann genau so weitergehen, bitte.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund und munter und lesefreudig, und möge euer TBR-Stapel kleiner werden.

Zero – Marc Elsberg.

Die Internetplattform Freemee bietet ihren Usern an, ihre eigenen Daten zu sammeln und an jene direkt zu verkaufen, die bislang die Daten klamm und heimlich zusammengeklaut haben. Sie versprechen Hoheit über die eigenen Daten, in dem man selbst bestimmen kann, was wie wo gesammelt und an Drittanbieter weiterverkauft wird. Allerdings bieten sie auch so genannte Act-Apps an, mit denen User sich in ihren Verhaltensweisen coachen lassen – Liebe, Beruf, Sport, Ernährung, alle Bereiche, in denen wir Selbstoptimierung versuchen – und somit auch den Wert ihrer Daten steigern können. Zero ist eine Gruppe von Internetaktivisten, die der Meinung sind, dass Datenkraken zerschlagen gehören. Als ein Freund ihrer Tochter bei einer Schießerei ums Leben kommt, landet die britische Journalistin Cynthia Bosnant mitten im bunten Treiben zwischen Freemee, Zero, dem FBI, ihrem Chef vom Daily und ihren persönlichen Ansichten.

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Vollendet, die Flucht – Neal Shusterman

Alles Leben ist heilig. Eine Aussage, die zwangsläufig in einer Grundsatzdiskussion mündet, die gefährlich schnell ausarten kann. Ab wann beginnt Leben, gibt es eine Seele und was bedeutet der Tod? Es ist eine Glaubensthematik, die man gleichzeitig auch politisch sehen kann, oder gar muss, und am häufigsten findet sie Gehör bei der Debatte zwischen Abtreibungsgegnern und Befürwortern. Die eine Partei ist überzeugt, dass vom ersten Moment der Empfängnis der Embryo Leben in sich trägt, eine Seele hat und ein Beenden der Schwangerschaft Mord wäre. Die andere Seite ist nicht zwangsläufig der Meinung, ein Embryo wäre kein schützenswertes Leben, stärkt aber das Recht der Frau auf Selbstbestimmung. Und in diesem Konflikt ruht das dystopische Zukunftsbild, das Neal Shutterman in seiner Trilogie Vollendet zeichnet.

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Exit Now – Teri Terry.

Während in unserem echten Leben das Vereinte Königreich erneut einen Aufschub des Brexits genehmigt bekommen hat, schrieb Teri Terry bereits 2012 eine Trilogie über ein England in 2054, das sich den Auswirkungen einer Trennung von der EU gestellt hat – und sagen wir es so: das will keiner haben. Die Grenzen sind geschlossen und abgeschottet vom Rest der Welt, hat die britische Regierung ihren ganz eigenen Weg gefunden, mit den aufständischen Jugendlichen umzugehen. Jetzt hat die Buchreihe ein Prequel bekommen und Exit Now beleuchtet die Umstände, die nach dem Brexit geherrscht und letztlich dazu führten, dass das Slating erfunden wurde.

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Madrid 2019.

4 Tage Holland, das war’s an Urlaub in diesem Jahr. Das sind nur 3 Tage weniger als letztes und immer noch mehr als nichts, also ist das okay. Zwei Umzüge wollen ja auch irgendwie bezahlt und über die Bühne gebracht werden und Balkonien ist ja auch ganz schön. Dafür war die anderthalb-wöchige Veranstaltung, die ich beruflich im Juli machen durfte, ein kleines bisschen Urlaub – ganz viel Sonne, mega Hitze, ein paar Stunden Sight Seeing. Fehlte nur noch das Meer…

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#WritingFriday – September, 3.

Welche Fortschritte hat die Welt seit 1919 gemacht? Bei der #WritingFriday Aufgabe dieser Woche habe ich mich mit dieser Frage auseinander gesetzt – oder es zumindest versucht. Ich freue mich richtig, dass Elizzy sich dazu entschieden hat, die Aktion weiter zu führen, denn obwohl ich erst kürzlich eingestiegen bin und schon jetzt notorisch lieber am Samstag zu posten scheine, freue ich mich jede Woche auf die Herausforderung, mich mit einem neuen Thema auseinanderzusetzen. Also an dieser Stelle erst einmal ein großes Dankeschön, dass du das machst!

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Tote Mädchen Lügen Nicht – Staffel 3.

Ich hab’s geschafft. Ich habe die dritte Staffel von Tote Mädchen Lügen Nicht am ersten Wochenende nach Erscheinen komplett durchgeguckt. Und ich fühle mich überraschend vollendet. Kennt ihr das? Das ist wie ein Buch an einem Tag lesen. Effektiv hat man nichts gemacht, die Wohnung ist immer noch ungeputzt, das Geschirr stapelt sich, aber man ist einmal durch die Welt gereist und taucht als neuer Mensch wieder auf. Also… nicht nagelneu, aber verändert. Bewegt. Mit Emotionen konfrontiert, die man so vielleicht nicht durchlebt hätte. Und nachdem ich Tote Mädchen Lügen Nicht durchgeschaut hatte, fühlte ich mich als hätte ich einen Crash Kurs in Psychologie und Literaturwissenschaft gemacht. Hier ist warum.
Kleine Warnung: ich denke, es ist besser, den Text erst zu lesen, wenn ihr die Staffel geguckt habt.

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#WritingFriday – September, 2.

#WritingFriday am Samstag – dieses Mal habe ich mich ein bisschen schwerer getan als mit der vorherigen Aufgabe. Vielleicht liegt es aber daran, dass die Aufgabe in einem Bereich angelegt war, die ich persönlich einfach sehr gerne lese: Clarissa ist 18 Jahre alt und lebt im Jahr 2119 in einer Untergrundorganisation – wofür setzt sie sich ein? Die perfekte Vorgabe für eine dystopische Story. Here we go. Guckt auch gerne mal bei Elizzy und den anderen Teilnehmern vorbei, da entstehen ganz spannende Sachen!

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#WritingFriday – September, 1.

Öfter mal etwas neues ausprobieren, habe ich mir gedacht. Auf Twitter folge ich jetzt seit ein paar Wochen ein paar wunderbaren Menschen mit wunderbaren Blogs. Und beim Durchstöbern habe ich bei Elizzy eine Aktion gefunden, bei der jeden Monat verschiedene Aufgaben im Kreativen Schreiben vorgegeben werden, die man nach und nach abarbeiten kann und unter dem #writingfriday postet. Die Themen für den September haben es mir sehr angetan und daher hier mein erster Beitrag.
Die Aufgabe, die ich mir für heute ausgesucht habe, hieß: schreibe eine Geschichte, die mit „Sie war tatsächlich eine Elfe und das, obwohl…“ anfängt. Viel Spaß!

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The Hate U Give – Angie Thomas.

Wenn man sich meinen Instagram-Kanal für Bücher anschaut, dann sieht man zum einen, dass ich traurigerweise dieses Jahr noch nicht sehr viel gelesen habe – dafür erfreut sich meine zweite große Leidenschaft, die Fotografie, einer konstanten Aufmerksamkeit and I’m not even mad about it – und dass es letztes Jahr ein Buch gab, dass mich über seine vierhundertachtundachtzig Seiten immer wieder so mitgenommen hat, dass ich zahlreiche Seiten schlicht abfotografiert und in meinem Feed festgehalten habe. Das mache ich nämlich sehr gerne. Momente, in denen ich laut aufgelacht, kurz Inne gehalten oder geweint habe, sind dort eingefroren und ich liebe diesen kleinen bunten Feed der Erinnerungen. Und The Hate U Give von Angie Thomas hat dort einen ganz besonderen Platz eingenommen, denn dieses Buch ist so nah an der Realität, so echt, dass mein Herz beim Lesen weh tat.

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